Als wir 1990 das erste Mal durch Rumänien fuhren, dachte ich: Welch armes Land!
Doch als wir am reich gedeckten Tisch saßen, sahen wir, dass die Armut doch nicht soo schlimm war!
Seit ich mich mit Kuba beschäftige, sehe ich, was wirkliche Armut ist.
Besucher aus Deutschland schildern in einem Video, dass sie zum Essen eingeladen wurden. Was sie aber vorgesetzt bekamen, war ein Stückchen billiges Brot und eine kleine Kochbanane!
Nun sind aber die Kubaner eine ganz andere Mentalität als die Rumänen. Sie sind wahre Lebenskünstler. Sie verstehen, zu improvisieren und irgendwie zu überleben. Junge Frauen suchen auf Datingportalen und auf Facebook mit Männern außerhalb Kubas in Kontakt zu kommen, in der Hoffnung, etwas Hilfe zu erhalten.
Durch solch eine junge, gläubige Frau kam ich mit einer kleinen Hausgemeinde in Kontakt und lernte ihre Nöte kennen.
Da diese Gemeinde keinem Verband angehört (oder von ihrem Verband links liegen gelassen wird), war es bis jetzt nicht nicht möglich, eine Gemeinde oder Organisation zu finden, die bereit gewesen wäre, diese Gruppe kubanischer Christen zu unterstützen, obwohl Geld grundsätzlich zur Verfügung stehen würde.
Meine Nachforschungen haben ergeben, dass es relativ einfach ist, Geld, Lebensmittel oder Literatur zu schicken und alles auch gut dort ankommt. Es ist eben nur etwas geld- und arbeitsaufwendig.